Einsatz gegen Kinderarbeit

Es ist eine traurige Realität: Weltweit müssen mehr als 200 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten, rund 100 Millionen Kinder verrichten gefährliche oder gesundheitsschädliche Tätigkeiten und können nicht zur Schule gehen. Etwa neun Millionen Kinder werden auf besonders unmenschliche Weise ausgebeutet: zum Beispiel als Schuldknechte, Kindersoldaten oder Prostituierte.

Noch immer gibt es mehr als eine Million Kinder, die wie Sklaven verkauft und zur Arbeit gezwungen werden. Fast zwei Millionen Kinder werden sexuell ausgebeutet. Die Dunkelziffern liegen bei allen Formen von Kinderarbeit noch weit höher.

Statistisch gesehen betrifft Kinderarbeit Buben und Mädchen gleichermaßen. Kinder sind billige Arbeitskräfte, zudem sind sie nicht gewerkschaftlich organisiert und leicht einzuschüchtern. In den meisten Fällen sind die Familien auf das Zusatzeinkommen ihrer Kinder so sehr angewiesen, dass ihnen keine Wahl bleibt, als ihre Kinder arbeiten zu schicken. Der Einsatz gegen Kinderarbeit muss daher auch bei den Erwachsenen ansetzen: Je besser die Arbeitschancen und Gehälter der Erwachsenengeneration sind, desto weniger ist der Arbeitseinsatz von Kindern notwendig.

Es geht um nachhaltige Hilfe!

Weltweit kämpfen kirchliche Institutionen gegen diesen Missbrauch der Kinder. Auch Missio betreibt viele Projekte, die Kindern eine Zukunft bieten und sie aus dieser Form moderner Sklaverei befreien. Zentrale Elemente in diesen Projekten sind die Schul- und Berufsausbildung, medizinische Versorgung, Sport, Spiel, psychologische und spirituelle Begleitung der Kinder.

Der Einsatz gegen Kinderarbeit hat eine lange kirchliche Tradition: Bereits seit über 165 Jahren engagiert sich das Kindermissionswerk, das als Reaktion auf die gegen Kinder verübte Grausamkeiten entstand, gegen Kinderarbeit. Der Einsatz für Kinder zählt zu den vorrangigen Aufgaben der Päpstlichen Missionswerke. Besonders nachhaltig geholfen wird Kindern durch folgende drei Projekte:

(Aus)Bildung für alle

In der tropisch heißen Amazonasregion Ucayali (Peru) haben es Kinder nicht einfach. Um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen unterstützt CANAT arbeitende Jugendliche bei der Verbesserung ihrer schulischen Leistungen und der Entwicklung von produktiven Fertigkeiten.
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Für die Rechte der Kinder

Die Straßenkinder Limas helfen sich durch die Gründung ihrer eigenen christlichen Kindergewerkschaft MANTHOC selbst. Sie treten für ihre Rechte ein und setzen sich in mittlerweile ganz Peru für würdige und kindergerechte Arbeitsbedingungen ein.
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Im Schweiße ihrer Jugend

Durch Berufsausbildungsprogramme und umfassende Betreuung werden den in den Kohleminen arbeitenden Kindern von Amagá (Kolumbien) Perspektiven für ihre Zukunft vermittelt. Auch die Eltern werden dabei miteinbezogen und ihnen Alternativen aufgezeigt.
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Kontakt

Projektabteilung
Dr. Monika Frank-Keminger
(+43) 1 / 513 77 22 DW 33
projekte(at)missio.at

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