
Mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche müssen in den Kriegen der Erwachsenen weltweit die Köpfe hinhalten. Kinder sind keine Soldaten. Trotzdem werden sie in mehr als 40 Ländern der Erde gezwungen, eine Waffe in die Hand zu nehmen.
Bewaffnet bis an die Milchzähne
300.000 Buben und Mädchen sind weltweit in bewaffneten Konflikten im Kriegsdienst. Der Einsatz von Kleinfeuerwaffen ist heute "kinderleicht". Schon Achtjährige können diese Mordinstrumente tragen und einsetzen. Viele dieser Kinder wurden mit vorgehaltener Waffe zwangsrekrutiert. Sie wurden aus ihren Gemeinschaften gerissen, zum Töten gedrillt und zu unvorstellbaren Grausamkeiten gezwungen.
Ein leichtes Spiel...
Kinder sind leicht manipulierbar - sie folgen ihren Anführern bedingungslos. So sind sie Opfer und Täter zugleich. Zehntausende Kinder wurden in Uganda verschleppt, als Soldaten und Sexsklavinnen eingesetzt. Ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft ist besonders schwierig: Viele Kinder werden wegen ihrer schrecklichen Taten von den eigenen Familien abgelehnt.
Warum gibt es Kindersoldaten?
Kindersoldaten sind Opfer eines skrupellosen Waffenhandels und von Erwachsenen, die Kinder zum Töten zwingen. Oft sind es auch Armut, Propaganda oder die Ermordung der Eltern, die sie in die Arme von bewaffneten Gruppen treiben. Kinder sind die billigsten Kämpfer. Sie essen weniger als Erwachsene und können ohne Sold in den Krieg geschickt werden.
So sind die Hälfte der Kämpfer in manchen kolumbianischen Rebellen- und Partisanen-Verbänden Kinder und Jugendliche. Aber nicht nur in Rebellengruppen, sondern auch in Regierungsarmeen in über 30 Staaten der Welt kämpfen Kinder.
Der Weg in die Truppe
Kinder können leicht dazu gebracht werden, bedingungslos zu gehorchen und alle Befehle auszuführen. Sie sind manipulierbar, weil sie noch kein gefestigtes Werte- und Normensystem haben. Auf der Suche nach Vorbildern haben sie den Wunsch, Erwachsenen zu gefallen. In angespannten Situationen können sie dem Druck weniger standhalten, sie gelten als "schießfreudiger".
Spirale der Gewalt
Die Zwangsrekrutierung von Kindern ist vor allem in langandauernden Konflikten vorherrschend, in denen ein akuter Mangel an Soldatennachschub besteht. Manche Kinder melden sich "freiwillig" zum Kriegsdienst. Sie haben miterlebt, wie Familienangehörige ermordet wurden, und wollen sie nun rächen. Das eigene Gewehr und die Zugehörigkeit zu einer bewaffneten Gruppe verschaffen eine gewisse Sicherheit und auch das Gefühl von Macht.
Ein hoher Preis
Aber der Preis für dieses bisschen Sicherheit ist hoch. Eine Befragung ehemaliger Kindersoldaten in Sierra Leone ergab, dass alle Augenzeugen brutaler Tötungen, Verstümmelungen und Vergewaltigungen von ZivilistInnen geworden waren. Die Mehrzahl der Kinder berichtete, selbst Menschen getötet zu haben.
Drogen und Sex
Alle Kinder hatten Kokain, Marihuana und Alkohol konsumiert, weit verbreitete Mittel, um sie gefügig und rücksichtslos zu machen. 60 Prozent der Mädchen litten unter Geschlechtskrankheiten. Die seelischen Leiden, die hinter solchen Angaben stehen, lassen sich kaum erahnen.
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Ich will für die Zukunft dieser Kinder spenden
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